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Am Anfang war nur Gott. Alsdann beschloss er die Welt und ihre Wunder zu schaffen. Als er seine Arbeit beendet hatte, bemerkte er, dass er noch viele Teile übrig hatte. Z.B. waren da noch Flüsse und Täler, Gletscher und Wüsten, Berge und Wälder, Wiesen und Hügel. So dachte er, es sei eine Schande all dies zu verschwenden, packte alles zusammen und brachte es zum abgelegensten Ort am Ende der Welt. So entstand die außergewöhnlichste Schönheit, die wir heute unter dem Namen Chile kennen.
(volkstümlicher Mythos über die Entstehung Chiles)
Norte Grande: Der "Große Norden" beginnt an der Grenze zu Peru und endet etwa am Fluss Copiapo. Es handelt sich um ein Wüstengebiet, trocken mit einigen Oasen. Die Gipfel der Anden erreichen mehrfach Höhen von über 6.000 m. Hier befindet sich mit 6.893 m der höchste Punkt Chiles, der erloschene Vulkan Ojos del Salado.
Norte Chico: Der sich südlich anschließende "Kleine Norden" wird durch halbwüstenhaftes Klima geprägt. Die Niederschlagshäufigkeit ist gering. Mit Hilfe zusätzlicher Bewässerung findet hier intensiver Obstanbau statt.
Zona Central: In der "Zentralzone" finden sich auf knapp 15 % der Landesfläche fast drei Viertel aller Chilenen. Das Klima ist durch lange, trockene, aber nicht zu heiße Sommer sowie einen kurzen kühl-feuchten Winter charakterisier und erinnert an Kalifornien oder an den Mittelmeerraum. Hier konzentriert sich das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben in der Hauptstadt Santiago und in Valparaíso, Viña del Mar und Concepción. In der Zentralzone gedeihen einige der besten Weine der Welt.
Zona Sur: Dieses Gebiet wird auch als "Kleiner Süden" bezeichnet und erstreckt sich etwa vom Bío-Bío-Fluß bis zum Golf von Reloncaví mit der Hafenstadt Puerto Montt. Das Klima entspricht dem des atlantischen Westeuropa (Irland, Bretagne). Die Landschaft ähnelt dem Alpenvorland, weist zahlreiche Seen auf und wird im Osten von Vulkanen beherrscht.
Zona Austral: Der "Große Süden" umfasst Patagonien, Feuerland und mit Kap Horn den südlichsten Punkt Chiles und Südamerikas. Die Küste ist durch eine Vielzahl von Inseln stark zerklüftet. Nach Süden zunehmend wird das Klima rauer. Die Landschaften erinnern an Norwegen oder das südliche Neuseeland. Hier finden sich faszinierende Naturlandschaften.
Las Islas: Die bedeutendsten sind die Osterinsel mit ihrer polynesischen Kultur, Chiloé, die sich in der Zona Sur befindet und das Juan-Fernandez-Archipel mit seiner zum Teil endemischen Flora.


